Rückruftraining- so klappt der sichere Rückruf 

Das Rückrufkommando ist eines der wichtigsten Grundkommandos, die unsere Hunde beherrschen sollten! Ein Hund, der zu jeder Zeit sicher abrufbar ist, hat das Maximum an Freiheit, denn er darf sehr oft seinen Freilauf genießen. Der Freilauf ist sehr wichtig für unsere Hunde, denn es gehört zu dem natürlichen Wesens des Hundes, unangeleint laufen zu dürfen. Wenn ein Hund nicht sicher und zuverlässig auf das Rückrufkommando hört, hat er diese Freiheit nicht und darf diesen Teil seines natürlichen Wesens selten oder gar nicht ausleben. 


Es gibt in der Regel zwei Hauptgründe, wieso ein Hund nicht sicher abrufbar ist: 

1. Der Hund hat das Rückrufkommando nicht richtig beigebracht bekommen und so nur unzureichend gelernt. 

2. Alles andere ist draußen viel spannender. Herrchen und Frauchen sind einfach viel zu unspannend und kommen gegen die Reize draußen nicht an. 

In Beiden Fällen ist es nicht zu spät, dem Hund den sicheren Rückruf beizubringen. Hunde lernen bis ins hohe Alter sehr gut, vor allem dann, wenn das Training positiv aufgebaut ist und es sich für den Hund lohnt zu seinem Menschen zu kommen. 


Bevor es mit dem Training los geht, sind zwei Sachen elementar wichtig. 1. Ihre Motivation, Ihrem Hund etwas neues beizubringen und 2. eine richtig gute Belohnung. 
Wenn Ihr Hund es nie gelernt hat, dass Rückrufkommando gut zu befolgen, erlernen Sie es ihm einfach erneut. Starten Sie zunächst in einer Umgebung, die komplett reizarm ist. Hierzu eignet sich gut das Wohnzimmer oder der heimische Garten. Im ersten Trainingsschritt soll Ihr Hund lernen, dass es sich für ihn lohnt in Ihre Nähe zu kommen. Auch wenn dies nur zufällig geschieht, geben Sie ihm eine Belohnung. Schon bald merkt Ihr Hund, dass sie es gut finden, wenn Ihr Hund Ihre Nähe sucht. Wenn das der Fall ist, bauen Sie den nächsten Trainingsschritt ein. Wenn Ihr Hund zu Ihnen in die Nähe kommt, schalten Sie einfach ein geeignetes Kommando, wie z.B. "hier", "zu mir" oder "zurück" ein, und geben Sie ihm danach er die Belohnung. So verknüpft Ihr Hund das von Ihnen gewählte Kommando mit seiner Handlung. 
Wenn Ihr Hund nun nach wenigen Wochen das Rückrufkommando in reizarmer Umgebung beherrscht, müssen Sie das Kommando generalisieren. Das heißt, sie verlassen Ihr Wohnzimmer oder Ihren Garten und fangen an, draußen zu trainieren. Bleiben Sie aber weiterhin in reizarmen Umgebungen. Je weniger Ablenkungsreize wie möglich, desto besser kann Ihr Hund lernen. Gehen Sie z.B. auf einen Feldweg oder eine Wiese. Jetzt starten Sie hier das Training genau so wie zu Hause. Ist das Generalisieren erfolgreich, dass heißt Ihr Hund befolgt Ihr Kommando an verschiedenen Orten, dann ist es an der Zeit den nächsten großen Trainingsschritt zu gehen. Nun fangen Sie an, die Ablenkung Stück für Stück zu steigern. Bauen Sie beispielsweise das Rückrufkommando mehrmals in die täglichen Spaziergänge mit ein. Aber bitte überfordern Sie Ihren Hund nicht. Arbeiten Sie sich von kleinen Ablenkungsreizen bis hin zu großen. Andere Hunde sind der größte Ablenkungsreiz, deswegen sollte das Training mit anderen Hunden zusammen bzw. das Abrufen von anderen Hunden ganz am Ende erst trainiert werden. 


Wenn Sie einen Hund haben, der beim Gassi gehen mit allen anderen Dingen beschäftigt ist, außer mit Ihnen, sind Sie schlichtweg nicht spannend genug. So sind Urin und Kot anderer Hunde, das fliegende Blatt, Spuren von anderen Tieren, Vögel etc. für Ihren Hund in diesem Moment viel interessanter. Ist das bei Ihrem Hund der Fall, liegt deutlich mehr Arbeit vor Ihnen. 
Was können Sie tun, damit Ihr Hund sie draußen spannend findet ? Was macht Ihr Hund gerne ? Welche partnerschaftlichen Aktivitäten gibt es, die Sie mit Ihrem Hund draußen unternehmen können? 
Der erste Trainingsschritt besteht darin, dem Hund beizubringen, dass auch Sie draußen spannend sein können. Ihr Hund soll merken, dass er auch mit Ihnen draußen etwas erleben kann und von Ihnen auf den täglichen Gassigängen beschäftigt wird. Wichtig ist, dass Sie eine Beschäftigungsform wählen, die Ihrem Hund Spaß macht. Haben Sie einen Hund, der gerne und viel schnüffelt? Dann lassen Sie gemeinsame Suchspiele auf Ihren täglichen Spaziergängen mit einfließen. 
Oder trägt Ihr Hund gerne etwas im Maul und rennt dann damit herum ? Dann können Sie ihm das apportieren beibringen und vertiefen. 
Oder haben Sie einen agilen Hund, der über Felder und Wiesen flitzt ? Ein gemeinsames Spiel mit der Reizangel ist für agile Hunde ein echtes Highlight. 
Haben Sie eine passende Beschäftigungsform für sich und Ihren Hund gefunden, und spielen bzw. beschäftigen Sie ihn regelmäßig, hat Ihr Hund erkannt, dass auch Sie draußen spannender geworden sind. 
Jetzt können Sie mit dem eigentlichen Rückruftraining- wie oben beschrieben- beginnen. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie mit ihrem Hund vor und nach den Trainingseinheiten spielen bzw. ihn beschäftigen. So bereiten Sie nämlich Ihren Hund auf die gemeinsame Arbeit mit Ihnen vor. 


Zum Trainingsstart kann eine Schleppleine hilfreich sein, nämlich dann, wenn Ihr Hund sich zu weit von Ihnen entfernt oder Sie Ihren Hund vor Gefahren wie z.B. eine Straße schützen wollen. Die Schleppleine sollte aber nicht dazu benutzt werden, Ihren Hund zu korrigieren. Ich sehe es immer wieder, dass Hundehalter  Ihren Hund an der Schleppleine zu sich heranziehen. Der dadurch erzeugte Druck auf Halsband / Geschirr wird mitkonditioniert. Das hat zu Folge, dass nicht Ihr Kommando sondern einfach nur die Korrektur gelernt wird, Ihr Hund aber somit nie eigenständig auf das Rückrufkommando reagieren wird. 


Einer der größten Fehler beim Trainingsaufbau ist es, wenn der Hund auf mein Rückrufkommando nicht hört, auf den Hund zuzugehen und ihn quasi abzuholen. So lernt Ihr Hund, dass wenn Sie rufen er nicht zu Ihnen, sondern Sie zu ihm kommen. Ihr Hund wird demnach auch nie nach ertönen des Rückrufkommandos zu Ihnen gerannt kommen. Dieser Trainingsfehler lässt sich aber ganz einfach vermeiden, in dem Sie nicht auf Ihren Hund zu, sondern von ihm weggehen. Drehen sie Sich dann einfach um, wenn er auf Ihr Rückrufkommando nicht reagiert, und gehen sie in die entgegengesetzte Richtung. Ihr Hund lernt somit, dass Sie in der Lage sind eine eigene Entscheidung zu treffen und er durch das Ignorieren Ihres Kommandos den Anschluss an das "Rudel" verloren hat. 


Wenn Sie schon lange und mit verschiedenen Methoden versucht haben, ein stimmliches Rückrufkommando aufzubauen, welches aber nie richtig funktioniert hat, ist eine Hundepfeife eine sehr gute Alternative zur Sprache. Sie können davon ausgehen, dass Ihr Hund gelernt hat, Ihre Stimme auszublenden bzw. zu überhören. Mit einer Hundepfeife haben Sie  einen neunen akustischen Reiz, mit dem Sie das Rückrufkommando neu und richtig aufbauen können. 

 

Ansprechpartner: 


 


Alexander Vogt 

Tel.     0231 13056829

mobil:   0176 32451529 

Whats App: 0176 32451529 

E- Mail: info@av-dogs.de